Der Standort Genezareth – Kirche mit Kirchraum, Café und Gruppenräumen - soll ein Ort der Begegnung sein für Menschen aus unterschiedlichen Kulturen, Religionen und Weltanschauungen, unterschiedlicher Prägung und sozialer Herkunft sowie unterschiedlichen Alters.

Ziel ist es, durch die Öffnung des Zentrums für alle Bevölkerungsgruppen einen Beitrag zur Lebensqualität und zur Gestaltung des Zusammenlebens im Quartier zu leisten. Hier können Menschen mit ihren Fragen und Problemen Annahme, Unterstützung und Inspiration finden.

Mittelpunkt und Herz des Gebäudeensembles ist der Kirchraum. Er ist vorrangig Ort der Anbetung und Stärkung des Glaubens für die Gemeinde, aber auch Inspirationsquelle für Suchende und Gäste.

Die Kirche ist frei zugänglich und täglich geöffnet. Als Ort des Gottesdienstes verweist sie auf Gottes Gegenwart in der Welt. Ihr Charakter als Sakralraum ist auf jeden Fall zu achten.

Aus der Beschaffenheit des Kirchraums einerseits und den Erfordernissen für die Menschen im Einzugsbereich andrerseits ergibt sich für die übergemeindliche Nutzung des Gebäudeensembles am Herrfurthplatz folgende Umsetzung:

Schwerpunkt I: Kunst und Musik

  • Entfaltungsraum für lokale Künstler/innen und Initiativen,
  • Ausstrahlung über die Region hinaus durch Konzerte, Ausstellungen und weitere Veranstaltungen.

Schwerpunkt II: Stärkung der Lebenskompetenz

  • Begegnungsanlässe und Angebote für Menschen unterschiedlicher Herkunft, die mit sozialen und/oder kulturellen Herausforderungen durch die multikulturelle Bewohnerschaft konfrontiert sind.

Schwerpunkt III: Spiritualität und Inspiration

  • das Hören üben und dem Glauben Ausdruck verleihen  Bezüglich der vorhandenen Kapazitäten ergeben sich für die Raumvergabe drei gleiche Zeitkontingente:
  • Zu einem Drittel stehen die Räume für die Gemeinde zur Verfügung.
  • Für ein weiteres Drittel können die Räume an gemeinnützige Gruppen/Nutzer gegen eine Betriebskostenpauschale vergeben werden.
  • Ein Drittel steht ist Vermietungen vorzuhalten, deren Erlös die Gemeinde in die Lage versetzen muss, die Gesamtkosten für den Betrieb des Interkulturellen Zentrums aufzubringen.

Das Café Selig ist Teil des Interkulturellen Zentrums und als solches in enger Kooperation zwischen Betreiber und Gemeinde wirtschaftlich zu führen. Das setzt insbesondere den regelmäßigen Austausch, aber auch verbindliche Öffnungszeiten, eine angepasste Preisgestaltung und Absprachen in der Planung von Veranstaltungen voraus.

Struktur und Rahmenbedingungen

Träger des Interkulturellen Zentrums ist die Evangelische Kirchengemeinde Genezareth. Sie wird unterstützt durch die Kooperationsrunde, zu der die Gemeinde Vertreter anderer Akteure im Quartier sowie interessierte Einzelpersonen einlädt. Die Runde entwickelt Vorschläge für Aktivitäten im IZG, wertet gemeinsam Erfahrungen aus und fördert eine im Sinne des Profils ausgewogene Planung. Dabei achtet sie auf die Balance zwischen den Interessen potentieller Nutzer. Außerdem dient die Kooperationsrunde dem gegenseitigen Informationsaustausch und ist Teil der Stadtteilarbeit.

Folgende Räume stehen zur Nutzung zur Verfügung:

  • Kirchraum
  • Gruppenräume Süd (1 und 2)
  • Gruppenräume Nord (3 und 4)
  • Gemeindesaal (Schillerpromenade 16)

Für das Veranstaltungs- und Raummanagement stellt der Kirchenkreis Neukölln 50% Regelarbeitszeit zur Verfügung. Über die Nutzung der Räume entscheidet im Auftrag des Gemeindekirchenrates (GKR) ein Gremium aus Vertretern des GKR, der Pfarrerin und der Raum- und Veranstaltungsmanagerin. Die Räume werden nur an Nutzer vergeben, die dem friedlichen Zusammenleben der verschiedenen Kulturen und sozialen Schichten im Wohnumfeld verpflichtet sind. Nutzungen, die dem Gemeinwohl und dem Auftrag der Kirche zuwider laufen, sind ausgeschlossen. Für außergemeindliche Nutzer wird eine Nutzungsvereinbarung abgeschlossen, in der auch die Beteiligung an den entstehenden Kosten festgelegt wird. Die gastronomische Versorgung von Veranstaltungen erfolgt möglichst durch das Café Selig. Über Konditionen ist mit dem Betreiber direkt zu verhandeln.

Stand: Juni 2008