"NEUKÖLLN - ARMENISCH"    «Նոյքյոլն - հայկական»


Foto-Ausstellung: "Leben, Loben und Leiden zwischen Orient und Okzident" - Kultur, Religion und Geschichte des armenischen Volkes

“Նոյկոյլն- հայերեն”

“Կյանք, գովեստ և տառապանք Օրիենտի և Օկցիդենտի միջև”- հայ ժողովրդի մշակույթ, կրոն և պատմություն

In der Reihe Neukölln - interkulturell" heisst es  "Neukölln - armenisch".

In diesem  Zusammenhang steht die Foto-Ausstellung zur armenischen Kultur, Religion und Geschichte der Armenier: zum Alphabet, zur Buchkunst, zur Kirche, zur Geschichte, zu Baudenkmälern in den armenischen Siedlungsgebieten und zum armenischen Leben in Berlin.

Stark von der christlichen Botschaft geprägt , durch Festhalten an Bildung, Schrift und Sprache hat die armenische Kultur trotz Vertreibung und Vernichtung weltweit überlebt.

 

Öffnungszeiten der Ausstellung:

leider ist die Ausstellung zur Zeit geschlossen

Für die Zeiten werktags zwischen 16 und 18 Uhr und an den Wochenenden suchen wir ehrenamtliche Helferinnen und Helfer, die die Kirche offen halten.

Führungen für Schulklassen und Gemeindegruppen sind auch außerhalb der Öffnungszeiten möglich. Bitte bei Pfarrer Kees melden (0160 98 23 74 62 oder r.kees@kk-neukoelln.de

Die Geschichte der Armenier reicht zurück bis in die prähistorische Zeit. Alle vier in der Paradiesgeschichte der Bibel erwähnten Flüsse entspringen im armenischen Hochland. Lag dort das historische Paradies? Steinzeitliche Megalit-Bauten und Felsritzungen belegen, dass diese Gegend sehr früh besiedelt war. Laut der biblischen Schöpfungsgeschichte ist die Arche Noahs "in den Bergen von Ararat" gelandet. Damit ist das am Vansee gelegene Königreich Urartu (9.-6. Jh. v. Chr.) gemeint, auf das auch heutige Armenier mit Stolz zurückblicken.

Als man zu Diokletians Zeiten im Römischen Reich noch die Christen grausam verfolgte, ließ sich 301 der armenische König Trdat III taufen. Das erste christliche Königreich entstand. Kurz nachdem im 5.Jahrhundert das armenische Alphabet entwickelt wurde, gab es eine allgemeine Schulpflicht für Jungen und Mädchen - in Deutschland erst 1000 Jahre später.

Das armenische Volk ist eine Bildungsnation. In der Not werden zuerst die Kinder und dann gleich die Bücher gerettet. So gehört das Evangeliar von Erdschmiadsin aus dem 6. Jahrhundert zu den ältesten bebilderten Schätzen der Christenheit.

Immer wieder wurde das armenische Volk zwischen den Großmächten im Westen, im Osten, im Norden und im Süden aufgerieben und aufgeteilt. Die Sprache, die Bildung und der Glaube haben das Volk vor dem Untergang bewahrt. Das heutige Armenien hat nur noch 10% der Fläche des ehemaligen Armenien. Von den 9 Millionen Armeniern weltweit leben nur 3 Millionen in der heutigen Republik Armenien. So finden wir auch viele Menschen mit armenischen Wurzeln in Berlin.

Die Veranstaltungsreihe "Neukölln - armenisch" soll dazu beitragen, die armenische Kultur zu verstehen und die armenischen Mitbewohnerinnen und Mitbewohner, ihre Lebensweise und ihr Denken kennenzulernen.

Reinhard Kees


Das Interkulturelle Zentrum Genezareth ist ein Projekt der Evangelischen Kirchengemeinde Genezareth, das vom Pfarrsprengel Nordwest-Neukölln und vom Kirchenkreis Neukölln unterstützt wird.

Die Gemeinde hat ihre Kirche umgebaut und erweitert, um den verschiedenen im Kiez ansässigen Kulturen Raum zu geben und Begegnungsanlässe für Menschen unterschiedlicher Herkunft und Generationen zu schaffen.

Damit entspricht sie dem Wunsch der Anwohner nach einem zentralen Treffpunkt und ihrem eigenen Selbstverständnis als gastfreiem Ort – offen für alle, die sich vom Kirchraum inspirieren lassen, die einladende Atmosphäre des Café Selig genießen oder die Räume für eigene Veranstaltungen nutzen wollen.

Kontakt:
Pfarrer Dr. Reinhard Kees
Telefon: 0160 98 23 74 62
r.kees@kk-neukoelln.de


Profil des Interkulturellen Zentrums Genezareth