Donnerstag, 15. Oktober 2020, 20:00 Uhr

Mutiger Roman über den Genozid an den Armenier*innen von dem im deutschen Exil lebenden türkischen Autor Barbaros Altuğ.

Derin ist Journalistin. Sie ist so türkisch wie französisch und lebt in Paris. Als sie sich gerade auf den Weg machen will, um über einen ermordeten Kollegen in Istanbul zuschreiben, begegnet ihr kurz vor dem Abflug ein Armenier. Seine Geschichte fesselt sie, wirft aber auch Rätsel auf. In Istanbul angekommen, beginnt sie zu recherchieren und eine so irritierende wie dramatische Suche beginnt, deren Ergebnis sie vollkommen erschüttert.

„Altuğ nimmt den Leser mit in die Vergangenheit seines Landes, die nicht vergehen will: der Mord an Hrant Dink, die offizielle Leugnung des Armenier-Genozids; aber auch die "Gegengewalt" armenischer sogenannter Befreiungskrieger wird nicht verschwiegen. "Sticht in meine Seele" ist ein hochpolitisches Buch - das aber auch feinfühlig erzählte, "romanhafte" Stellen hat.“ Dirk Fuhig, Deutschlandfunk

Der Autor hat für seinen Roman mit einem Reisestipendium der Hrant Dink Stiftung auch im Archiv des Museums und Instituts des armenischen Genozids in Eriwan recherchiert.

Barbaros Altuğ arbeitete als Journalist in der Türkei, unter anderem als Kolumnist bei der Tageszeitung Taraf. 1999 gründete er in Istanbul die erste türkische Literaturagentur. 2014 erschien sein erster Roman „Es geht uns hier gut“, der 2020 verfilmt wird. Er lebt und arbeitet momentan in Berlin.

 

Erschienen im Orlanda Verlag, Berlin

ISBN 978-3-944666-48-8 152 Seiten, Klappenbroschur 16,00 €

 

IZG Themenabend zu NEUKÖLLN - ARMENISCH "Sticht in meine Seele" Ein Roman von Barbaros Altuğ.
Mitwirkende
Barbaros Altuğ, Autor, Christiane Schoon, Schauspielerin, Ebru Taşdemır, taz Redakteurin, Moderatorin
Ort Interkulturelles Zentrum Genezareth, Herrfurthplatz 14, 12049 Berlin
Preis
Eintritt frei, Spende erbeten