Veröffentlicht am Di., 9. Jun. 2020 11:27 Uhr

Jahrmarkt des Glücks

Unter dem Motto „Jahrmarkt des Glücks“ stand das Kinder-Aktions-Wochenende im Kirchenkreis Neukölln Anfang Juni. Also jedenfalls das, was man so als Jahrmarkt bezeichnen kann in Zeiten von Kontaktbeschränkungen und Mindestabstand. Aber dennoch – es gab verschiedene Aktions-Stände und die Kinder konnten sich auf viele Arten damit beschäftigen, was für sie Glück heißt oder eben, was auch nicht und welche Gefühle hervorgerufen werden und wie unterschiedlich man damit umgeht.

An drei Standorten im Kirchenkreis (Eichwalde, Königs Wusterhausen, Rudow) wurden bunte Aktionsstände für die Kinder aufgebaut und insgesamt waren ca. 50 Kinder an den verschiedenen Orten aktiv – an manchen mehr, an manchen weniger, was aber dem Spaß letztlich nicht geschadet hat.

Gleich als die Kinder ankamen, wurden bunte Mund-Nasenschutz-Fotos von allen gemacht, die am nächsten Tag in einen digitalen Gottesdienst als Collage eingeflochten wurden. Ein Brunnen, der auf dem Marktplatz stand, erzählte seine Geschichte davon, dass die Menschen früher viel häufiger an ihm verweilten, weil sie frisches Wasser trinken wollten, dass es jetzt aber seltener der Fall ist, weil es so viele Verführungen in Form süßer Brause aus Plastikflaschen oder Dosen gibt, die Menschen weniger Zeit haben und ständig in Eile sind. Das macht den Brunnen sehr traurig. Aber ist das, was die Menschen heute machen, immer in Eile, ständig den Blick zur Uhr, im möglichst viel zu schaffen, sind die vielen Verlockungen und die bunte Werbung denn das Glück? An den verschiedenen Ständen konnten die Kinder (natürlich unter Einhaltung des Mindestabstandes) ausprobieren, was denn sie glücklich macht, was sie tun, wenn sie traurig oder wütend sind und was sie zum Glück anderer beitragen können. Es gab ein Glücksspiel und einen Gefühl-Parcours – und selbst, wenn danach auch nicht alle sagen können, was denn nun eigentlich Glück für sie ist, hatten sie auf jeden Fall eine bunte und glückliche Zeit auf unserem Jahrmarkt. Und am Ende – ja, am Ende gab es noch eine Portion Glück für alle, Happiness to go sozusagen.

Damit war unser Aktions-Wochenende aber noch nicht beendet – das wäre ja erst ein Tag (und davon auch nur ein ganz geringer Teil…) gewesen. Am Sonntag haben wir uns dann nochmal getroffen – nicht im real life, aber digital zum Gottesdienst und ihr konntet mal sehen, wie viele Kinder und Familien tatsächlich teilgenommen haben (wobei auch nicht alle „anwesend“ waren). Es gab ein lautes Begrüßungs-Gerassel mit den Rasseln, die am Tag zuvor gebaut wurden, wir haben viele bunte Mund-Nasenschutz-Fotos gesehen – da gab es die Sommer-Edition, die Superhelden-Edition und viele mehr, wir haben getrennt voneinander miteinander gesungen und sogar ein neues Lied gelernt (seitdem habe ich übrigens einen Ohrwurm…), wir haben miteinander gebetet und die Bibelgeschichte von der Frau am Jakobsbrunnen gehört. Die Frau, die Jesus an einem Brunnen (vielleicht an unserem alten Brunnen…?) getroffen hat und von ihm das Wasser des Lebens bekommen hat, so dass sie nie mehr dursten muss.

Schön war`s…!

Wie schön auch, dass ihr alle dabei wart, liebe Kinder und Eltern. Wie schön auch, dass wir so viele engagierte Teamer*innen und andere ehrenamtlich engagierte Menschen an unserer Seite hatten, wie schön, dass das Wetter mitgespielt hat (am Tag vorher hat es noch mächtig geregnet…) und wie schön, dass alle so viel Spaß hatten! Ich in sehr dankbar für dieses Experiment und hoffe, dass ihr alle so viel Spaß hattet wie ich!

Es grüßt euch und Sie herzlich

Frauke Fischer

Kategorien Aktuelles für Kinder und Familien